Reitboden | Disziplin Springen
Grip und Stabilität im Springreitboden
Eine besondere Beanspruchung des Reitbodens
Der Springreitsport stellt besonders hohe Anforderung an die Tritt- und Scherfestigkeit des Reitbodens. In rasanten Kurven und Hochweiten Sprüngen ist ausreichend Grip bei gleichzeitiger Elastizität entscheidend. Gerade im Turniersport, wo sich die Böden unter höchster Belastung bei unterschiedlichsten Witterungsbedingungen bewähren müssen, spielt der Sicherheitsaspekt eine große Rolle.
Erfahrung macht den Reitboden
Bohlmann Reitböden verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Bau von Springplätzen. Ob Rasen- oder Sandplätze, ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Reitplätze ist die qualitativ hohe Auswahl der Materialien und der richtige Aufbau der verschiedenen Platzarten.
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Für Springpferde ist ein Reitboden optimal, der eine ausgezeichnete Federung in Kombination mit ausreichender Stabilität und Griffigkeit bietet. Dies ist entscheidend, um die hohen Belastungen bei Sprüngen abzufedern, die Gelenke und Sehnen der Pferde zu schonen und gleichzeitig einen sicheren Absprung und eine sichere Landung zu gewährleisten. Eine maximale Stoßabsorption ist wünschenswert. D.h. der Reitboden muss in der Lage sein, die beim Absprung und bei der Landung entstehenden Kräften effektiv zu absorbeieren, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Je höher die Scherfestigkeit hier ist, desto kraftvoller ist das Pferd beim Absprung. In den Wendungen tritt es sicher auf und der Reiter kann im Parcour engere Wendungen riskieren, um Zeit zu sparen und trotzdem den Sprung sicher anreiten. Im Vergleich zu Dressurböden bevorzugt man hier tendenziell festere Böden, wobei es noch einen Unterschied macht, ob man einen Turnierplatzspringboden oder einen alltagstauglichen Reitboden herstellt. Denn im alltäglichen Training wird das Pferd weniger gesprungen, eher mehr gymnastiziert, um die Sprungkraft nicht unnötig zu beanspruchen und somit die Kraft des Pferdes für das Turnier zu schonen. Reitsandmischungen mit einem entsprechend höheren Vliesanteil werden hierfür oft bevorzugt. Aber auch hier gilt: das Vliesgemisch muss zur Reitsandmischung abgestimmt werden und passen.
Der Grip des Reitbodens hat beim Springen eine immense Bedeutung und ist ein entscheidender Faktor für die Sicherheit und die Leistungsfähigkeit des Pferdes. Er beeinflusst maßgeblich die Sicherheit und Stabilität. Ein guter Grip ist unerlässlich, um zu verhindern, dass das Pferd beim Absprung und bei der Landung, sowie in den Wendungen wegrutscht. Das Ausrutschen kann zu schweren Stürzen oder anderen Verletzungen (Zerrungen, Bänderüberdehnungen) führen. Auch kann es sein Vertrauen zum Springen verlieren. Für einen kraftvollen, raumgreifenden Absprung benötigt das Pferd genügend halt, um seine Schubkraft aus der Hinterhand voll zu entwickeln. Mangelnder Grip fürht zu Energieverlust und einem weniger explosiven Absprung. Bei der Landung wünscht sich der Springreiter eine kontrollierte Landung für sich und sein Pferd, die ausbalanciert sein soll, ohne dass die Hufe unkontrolliert nach vorne oder zur Seite zu gleiten. Nur so kann eine schnelle und kraftvolle Fortsetzung des Pacours erfolgen. Präzise, enge Wendungen zwischen den Sprüngen entscheiden häufig über Zehntelsekunden im Parcour. Eine optimale Galoppade, die taktsicher und ausbalanciert ist, gelingt nur durch einen guten Grip des Reitbodens. Das wiederum ist die Basis für korrektes Anreitens des Hindernisses. Letzlich ist die Sicherheit auch hier für Pferd und Reiter die Basis für den Springsport.
Es können verschiedene Ursachen sein, die hierzu führen. Die Tretschicht sollte nicht tiefer als 10-11 cm sein. Eine zu dicke Schicht kann zu tieferen Einsinken führen, ebenso die nicht ausreichende Feutigkeit des Reitbodens. Die Korngrößen/Kornverteilung in der Reitsandmischung spielen eine Rolle. Ein zu grobes Korn verdichtet sich schlecht und bleibt in der Regel immer rollig und bietet somit schlechten Halt. Ein feineres Korn verdichtet sich besser und benötigt nicht unbedingt einen Zuschagstoff. Allerdings kann der Reitboden mit der Zeit recht fest werden, je nach Anwendungsbereich gewünscht oder nicht gewünscht wird. Daher sollte die Reitbodenmischung, die gleichmäßige Oberfläche, hervorgebracht durch sachgemäße Reitplatzpflege und der Feuchtigkeitsgehalt der Tretschicht vor dem Ritt auf dem Springplatz überprüft werden. Das Pferd kann nur angemessene Höhen und Weiten springen, wenn es nicht überfordert wird. Die Sprungtechnik muss ebenso überpüft werden, denn ein zu flacher oder zu steiler Absprung kann die Landung beeinflussen. Aber auch hierfür muss der Reitboden eine entsprechende optimal sein.
Die Haltbarkeit eines Springreitbodens hängt maßgeblich von der richtigen Pflege ab. Diese beginnt mit dem täglichen oder mehrmals wöchentlichen Abziehen mittles eines auf die Reitbodenmischung abgestimmten Reitbahnplaner, um den Boden zu ebenen und Unebenheiten zu beseitigen, ebenso leichte Verfestigungen zu lockern und alles wieder ebenmäßig zu planieren. Löcher und harte Stellen werden ebenso ausgebessert. Pferdeäpfel sollten täglich abgesammelt werden, ebenso Laub oder andere organische Fremdstoffe. Das tägliche Wassermanagement ist gerade in den Sommermonaten unerlässlich. Ein Springboden sollte vor der Benutzung immer ausreichend gewässert werden, dass bedeutet, in seiner gesamten Aufbauhöhe soll er ausreichend feucht sein. Mit der Menge der Wasserzugabe wird der Grip des Reitbodens zusätzlich unterstützt. Tiefere Bodenlockerungen sollten mindestens einmal jährlich gemacht werden, um allgemeine Verdichtungen zu beheben und um die Drainagefähigkeit weiter zu erhalten. Insgesamt sollte die Bereifung der Traktoren eine Rasenbereifung sein, damit der Reitboden nicht unnötig und ungleich verdichtet wird.
Die Bodenelastizität spielt eine entscheidende Rolle für die Hufgesundheit von Springpferden. ein optimal beschaffener Boden kann maßgeblich dazu beitragen, Hufprobleme zu vermeiden und die Leistungsfähigkeit der Pferde zu erhalten. Bei zu harten Böden wird kaum Stoßdämpfung gewährlseitet. Der Huf wird überbelastet. Genaus wie Sehnen, Gelenke und Bänder des Pferdes. Die Aufprallkräfte werden direkt auf die Strukturen übertragen, was zu Prellungen der Huflederhaut, zu Hufrehen und Überlastungsschäden an den Gelenken und Sehnenentzündungen führen kann. Der Hufhorn wird zudem bei zu hartem Boden schneller und ungleichmäßig abgenutzt. Die natürliche Elastizität des Reitbodens unterstützt den Hufmechanismus. Beim Auffußen dehnt sich der Huf durch die punktuelle Belastung, was die Durchblutung fördert und zur Stoßabsorption beiträgt. Ein federnder Boden ermöglicht auch beim Springen diese natürliche Bewegung besser, als ein zu harter Untergrund. Eine geeignete Materialzusammensetzung aus Sand und Zusatzmaterialien wie Vlies jeglicher Art ist dabei wünschenswert und macht sich langfristig bezahlt.